Amtsantritte kritisch begleiten. // Infoveranstaltung & antirassistischer Stadtspaziergang

Amtsantritte kritisch begleiten – AG Wohlfahrt abschaffen!

Am Sonntag, dem 28.02.2010, endet offiziell die Amtszeit des bisherigen Offenbacher Landrats Peter Walter aka. »Landrat Hammerhart«. Dass wir von ihm in unserem Engagement gegen Abschiebungen und die AG Wohlfahrt nicht viel zu erwarten haben, sollte klar sein. Viel interessanter ist daher das Verhalten seines Nachfolgers, Oliver Quilling (CDU), der seinen Amtsantritt am 01. März 2010 feiert.

Obwohl wir realistisch bleiben wollen und uns daher nicht allzu viel von Oliver Quilling versprechen, fordern wir ihn dennoch dazu auf, die AG Wohlfahrt unverzüglich und ein für alle Mal aufzulösen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und sie Oliver Quilling persönlich zu überbringen, rufen wir für Samstag, den 27.02.2010, also zwei Tage vor dessen Amtsantritt als Landrat, zu einem antirassistischen Stadtspaziergang durch Neu-Isenburg auf.

Antirassistischer Stadtspaziergang
27.02.2010 – 14 Uhr
Neu-Isenburg Bahnhof

Kompletter Aufruf hier.

Außerdem findet am 17.02. (Terminänderung!) um 19:30 Uhr im Klapperfeld in Frankfurt eine Veranstaltung statt, bei der euch eine Vorstellung der kürzlich gestarteten antikapitalistischen Kampagne des sozialrevolutionären & antinationalen Bündnisses, sowie viele Informationen zur AG Wohlfahrt und den Aktionen gegen diese Ermittlungsgruppe, erwarten.

»Der AG Wohlfahrt das Handwerk legen!«

Keine Versöhnung mit Deutschland!

12.02.2010 – Demonstration gegen deutsche Opfermythen

13.02.2010 – Blockaden gegen den Naziaufmarsch

Aufrufe: Venceremos | TOP Berlin | autonome antifa [f]

Info- und Mobiveranstaltungen in der Region:

01.02.2010 Darmstadt Oetinger Villa 20:00 Uhr

03.02.2010 Frankfurt Klapperfeld 19:30 Uhr

Aus Frankfurt fährt für 20€ ein Bus nach Dresden. Karten gibt’s bei den Barabenden oder der Infoveranstaltung im Klapperfeld.

3… 2… 1… Uns! Kapitalismus abschaffen!

Das sozialrevolutionäre & antinationale Bündnis Frankfurt, in dem auch wir organisiert sind, hat für das Frühjahr 2010 eine antikapitalistische Kampagne angesetzt, um auf die „wachsende Kluft zwischen der materiellen Möglichkeit von Wohlstand für Alle und der kapitalistischen Wirklichkeit“ hinzuweisen und „Werbung für kollektive Aneignungs- und Besetzungsaktionen“ zu machen.

Pressemitteilung des Bündnisses.

3… 2… 1… Uns! Kapitalismus abschaffen!
Auf zu einer antikapitalistischen Kampagne im Frühjahr 2010

„Eine Gesellschaft, in der die bewaffnete Staatsmacht dafür sorgt, dass ein Haus seinen menschlichen Zweck nicht erfüllt, ist offenkundig verrückt, und sobald die Proletarisierten im Bild des Polizisten das Wesen der Gesellschaft erkennen, könnte die Geschichte eine unerwartete Wendung nehmen.“ (kosmoprolet)

In der Krise spricht nicht mehr gegen den Kapitalismus als sonst. Die Bilder einer Lebenswelt staatlich garantierter Sicherheiten, in der das Glück der Menschen in einem schlechten Job, einem Auto und einem Reihenhaus mit Grillparty-Garten besteht, dürften einer Linken nicht weniger die Kotze hochkommen lassen, als der Blick auf die aktuellen Entwicklungen der kapitalistischen Welt. In einer Phase, in der sich auch die Lebensbedingungen vieler Menschen im Einzugsbereich der deutschen und europäischen Linken schlagartig verschlechtern, gibt es allerdings kein Grund zur Bescheidenheit, denn gleichzeitig wachsen die technologischen Möglichkeiten der Abschaffung von Mangel, Hunger, Krankheit, Armut und Langeweile stetig. Die unbeholfenen Staatsappelle der Sozialstaatsnostalgiker_innen und die fast schon hilflos anmutenden Rettungsaktionen der Regierungen verdeutlichen: Die Utopie einer befreiten Gesellschaft, in der der materielle gesellschaftliche Reichtum tatsächlich allen Menschen zur Verfügung steht, ist das einzige realisierbare „Rettungspaket“, das seinen Namen verdient. Die Krise wird viele Menschen in existenzielle Not stürzen. Ihnen könnte daher der Widerspruch von Möglichkeit und Wirklichkeit unmittelbar einleuchten. Da allerdings selbst eine gerechtere Produktion und Verteilung von Gütern noch keine Emanzipation mit sich bringt, muss eine radikale Linke die genannten Widersprüche nicht nur theoretisch kritisieren, sondern auch die politische Praxis und selbstbestimmte und basisdemokratische Organisierung als Mittel ihrer Kritik verstehen. Dabei darf sie nicht vergessen, dass eine Kritik am Kapitalismus immer die Kritik an Herrschaft beinhalten muss. – Sexismus, Rassismus und Antisemitismus sind zwar historisch untrennbar mit kapitalistischen Herrschaftsverhältnissen verwoben, jedoch auch nach der Abschaffung des Kapitalismus weiter denkbar. (mehr…)

„Farbanschlag ist ein legitimes Mittel“

Frankfurter Rundschau, 20.01.2010

„Farbanschlag ist ein legitimes Mittel“

Die Antifa-Gruppe Kreis Offenbach spricht über die AG Wohlfahrt, ihre Ziele und Strategien

Die Antifa Kreis Offenbach erwartet vom künftigen Landrat Oliver Quilling (CDU) keinen Kurswechsel bei der umstrittenen AG Wohlfahrt. Das sagte ein Sprecher der Gruppe im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Es stehe zu befürchten, dass Quilling, der im März sein Amt antritt, die Politik von Landrat Peter Walter (CDU) fortführe, sagte einer der Antifa-Aktivisten. Die Mitglieder der Gruppe, die versucht, mit Flugblättern und Protestaktionen die Auflösung der Ermittlungsgruppe zu erreichen, wollen in der Öffentlichkeit nicht ihre Namen nennen. Nach eigenen Angaben fürchten sie Repressalien durch Polizei oder Neonazis. Der FR gab die vor zwei Jahren gegründete Gruppe, die sich antikapitalistisch nennt und gern konspirativ gebärdet, jetzt ihr erstes Interview überhaupt.

„Wir fordern keine humaneren Methoden von der AG Wohlfahrt, sondern deren vollständige Auflösung“, sagte einer der Aktivisten. Die Ermittlungsgruppe aus Polizei und Kreisausländerbehörde ist durch Abschiebungen von zum Teil seit vielen Jahren hier lebenden Flüchtlingen in die Kritik geraten. Auch SPD, Grüne, Linke sowie kirchliche und gesellschaftspolitische Gruppen fordern ein Ende der AG Wohlfahrt. „Mit seiner Abschiebepolitik teilt der Staat Menschen allein nach ihrer ökonomischen Verwertbarkeit in gut und schlecht ein“, sagte ein Sprecher der Antifa. Die Gruppe fordere deshalb ein „Bleiberecht für alle“. Die Antifa-Gruppe ist sich bewusst, dass ihre radikalen, oftmals utopistisch anmutenden Forderungen vielen Menschen zu weit gehen. Die Revolution stehe nicht vor der Tür, räumen sie ein. Dennoch habe ihre Arbeit Früchte getragen. „Mittlerweile ist ein starker Widerstand in der Bevölkerung gegen die AG Wohlfahrt entstanden. Dazu haben wir mit beigetragen.“

An ihrer Kritik am Kreisausländerbeirat, die auch im linken politischen Lager Widerspruch erntete, hält die Gruppe fest. „Es kann nicht sein, dass Corrado Di Benedetto den Landrat für seine Integrationspolitik lobt“, bekräftigte die Antifa im Gespräch mit der FR. Die Aktivisten hatten eine Sitzung des Gremiums besucht, jedoch kein Rederecht erhalten. Di Benedetto hatte argumentiert, dass Beiträge von Besuchern nicht vorgesehen seien.

Sein Nachfolger als Vorsitzender des Kreisausländerbeirats, Tuna Firat, verwahrte sich in einem FR-Interview jüngst gegen die Vorwürfe der Antifa. Der Ausländerbeirat sei für die Auflösung der AG Wohlfahrt, habe sich immer von der Ermittlungsgruppe distanziert, die Firat auch für rechtlich fragwürdig hält. Als parteiübergreifendes Gremium sei der Beirat allerdings zur Diplomatie verpflichtet.

Offen lässt die nach eigenen Angaben zehn Mitglieder starke Antifa-Gruppe, die für ein herrschaftsfreies Leben und „gegen die Gesamtscheiße aus Staat, Nation und Kapital“ kämpft, ob sie für den Farbanschlag auf das Wohnhaus von Landrat Peter Walter im Sommer vergangenen Jahres verantwortlich ist. Allerdings begrüßt die Gruppe die Aktion unverhohlen. „Das ist ein vollkommen legitimes Mittel im Kampf gegen eine unmenschliche Abschiebepolitik.“ Zwar sei der nächtliche Farbbeutelangriff zugegebenermaßen ein drastischer Eingriff in die Privatsphäre Walters. „Aber die Menschen, die der Landrat nachts von Uniformierten aus ihren Betten zerren und in Handschellen legen lässt, müssen weitaus schlimmere Eingriffe in ihre Privatsphäre hinnehmen.“

Frankfurter Rundschau

Basisgewerkschaft: Verboten!

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FAU Berlin darf sich nicht mehr Gewerkschaft nennen.

Der Freien ArbeiterInnen Union Berlin (FAU) wurde am 11.12.2009 per einstweiliger Verfügung vom Landgericht Berlin verboten, sich als Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu bezeichnen. Dies ist der Höhepunkt einer Reihe von Versuchen der Neuen Babylon Berlin GmbH juristisch gegen die stärkste und aktivste Arbeitnehmervereinigung im Betrieb vorzugehen. (mehr…)

Veranstaltungsreihe zu Dresden

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Seit Jahren gedenken am 9. November Antifaschistinnen und Antifaschisten den Opfern der Pogrome im Jahr 1938. Bundesweit finden an diesem Tag Mahnwachen, Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen statt. Nicht so im Jahr 2009. Anstelle eines stillen Gedenkens fallen sich am Brandenburger Tor zwei „Riesen“, gefolgt von Deutschland, in die Arme. Die Einheit Deutschlands übertönt am 9. November 2009 die Erinnerung an die Opfer der Shoah.
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Alles für Alle! Für die soziale Revolution!

Aufruf vom sozialrevolutionären & antinationalen Bündnis zur bundesweiten Demo am 30.01.2010 in Frankfurt am Main

Alles für Alle! – Für die soziale Revolution!


Für den 30.01.10 ruft das Protestplenum Frankfurt zu einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto „Die Uni gehört allen – Unser Leben in unsere Hände!“ auf. Auch das sozialrevolutionäre & antinationale Krisen-Bündnis Frankfurt ruft zur Beteiligung an der Demonstration auf.

Denn nicht nur im Bildungswesen, an Schulen, Hochschulen und Kitas ergreifen die Menschen in den letzten Jahren die Initiative, gehen auf die Straße oder besetzen Gebäude, um gegen die von ihnen als bedrückend empfundenen Verhältnisse anzukämpfen. Auch Auszubildende, Hartz IV-Empfänger_innen, Arbeiter_innen, Umweltschützer_innen und Migrant_innen kämpfen gegen das Fortbestehen einer Welt, die vor allem Verlierer_innen kennt.
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Führungswechsel im Offenbacher Kreisausländerbeirat

Der bisherige Vorsitzende des Offenbacher Kreisausländerbeirates, Corrado Di Benedetto, wurde durch eine Wahl am 14.12.2009 durch Tuna Firat abgelöst. Ob sich die grundsätzliche Ausrichtung des Kreisausländerbeirates im Bezug auf die Positionierung zur „AG Wohlfahrt“ deshalb ändern wird, ist mehr fraglich. Wir haben dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.
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Theorie und Diskussion statt „Nahkampf und Agitation“

Pressemitteilung des B.A.S.H.

Theorie und Diskussion statt „Nahkampf und Agitation“ – Zur nachträglichen Diffamierung eines antifaschistischen Jugendcamps

Am 01.12.2009 erschien in der Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ ein Artikel über das von uns (Bündnis antifaschistischer Gruppen Hessen) organisierte Jugendantifa-Camp vom 19.08. bis zum 23.08.09 im Vogelsbergkreis/Hessen. Dieser erschien unter dem reißerischen Titel: „Nahkampf und linke Agitation im Zeltlager“ und wurde unter anderem von „Zeit-Online“ übernommen. Durch die Ausführungen des Autors werden Falschmeldungen gestreut und die Teilnehmer_innen und Veranstalter_innen somit diffamiert. Um dieser Kriminalisierung und Falschdarstellung entgegen zu treten wollen wir im Folgenden einige Anschuldigungen richtig stellen.
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Solidarität mit den Uni-BesetzerInnen!

Aufruf des Protestplenums Frankfurt

Hallo liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

da am Mittwoch das von Studierenden besetzte Casino auf Anordnung des Uni Präsidenten Müller-Esterl von der Polizei brutal geräumt wurde, an der Uni weiterhin ein mittelschwerer Ausnahmezustand herrscht (Absperrung des Campus, Schließung von Gebäuden und ständige Polizeipräsenz), die Repressionen weiter zunehmen und der Präsident weiterhin nicht von seiner autoritäten Linie abrückt, rufen wir bundesweit zu Solidemos auf.
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