Archiv für Mai 2009

Interview zum sozialrevolutionären Block am 28.03.

Interview zum sozialrevolutionären und antinationalen Block auf der Krisendemo in FFM am 28. März 2009

Am 28. März fand in Frankfurt eine Großdemonstration anlässlich der Krise statt, an der unter anderem der antinationale, sozialrevolutionäre „Staat. Nation. Kapital. Scheiße“-Block teilnahm, der von einem Bündnis verschiedener linksradikaler Gruppen getragen wurde. Rund 2000 Menschen beteiligten sich am Block, der mit einer eigenen Auftaktkundgebung an der Bockenheimer Warte startete. Für Aufsehen während der Abschlusskundgebung am Römer sorgten Eierwürfe auf Oskar Lafontaine, der dort sprach. Bereits im Vorfeld, aber vor allem im Nachhinein, gab es zum Teil sehr kontroverse Diskussionen über den Block, sein Auftreten und seinen Anspruch.
[zum Interview]

Zug der Erinnerung hält in Offenbach!

Vom 21. – 23. Mai 2009 wird der „Zug der Erinnerung“ im Offenbacher Hauptbahnhof eine Ausstellung abhalten, die an die Ermordung tausender Menschen im Nationalsozialismus erinnern soll.
Thematisiert wird auch die Rolle der Reichsbahn bei der Deportation unzähliger Menschen nach Auschwitz und in andere Vernichtungslager.

Für weitere Infos:
http://www.zug-der-erinnerung.eu/

Etwas besseres als die Nation! 23.05. Berlin

Am 23. Mai findet in Berlin eine Demonstration mit dem Titel „Etwas besseres als die Nation – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit“ statt.
Auch wir unterstützen den Aufruf
Also : Staat.Nation.Kapital.Scheiße. und am 23. Mai ab nach Berlin!

„Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religösen Fundamentalismus“

Vom 20. bis zum 24. Mai findet in Marburg der „6. internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ statt.
Dieser hat, wie bereits oft in der Zeitung zu lesen, für Kritik gesorgt. Auch wir unterstützen den Protest und rufen gemeinsam zur Demonstration am 21.05., 10:30 am Hauptbahnhof Marburg auf.

Aufruf des Bündnisses

Fast 2.000 Teilnehmer im antinationalen und sozialrevolutionären Block/ Rede von Oskar Lafontaine massiv gestört

Presseerklärung des antinationalen und sozialrevolutionären Blocks auf der Krisendemo am 28. März

Ungefähr 2.000 Menschen nahmen heute am sozialrevolutionären und antinationalen Block teil. Dieser führte ab der Bockenheimer Warte den Zug der Großdemonstration in Frankfurt „Wir zahlen nicht für eure Krise“, zu der zahlreiche Gewerkschaften, Verbände und Parteien mobilisiert hatten, an.

„Die hohe Teilnehmenerzahl des sozialrevolutionären und antinationalen Blocks zeigt, dass immer mehr Menschen, radikalere und konsequentere Lösungen für die aktuelle Weltwirtschaftskrise unterstützen. Wir merken, dass immer mehr Leute, unserem Aufruf ‚alles muss man selber machen‘ Folge leisten und sich nicht mehr nur mit staatstreuen Parolen zufrieden geben“, so Hertha Barwich, Sprecherin der Freien ArbeiterInnen Union (FAU). „Es war seit vielen Jahren der größte sozialrevolutionäre Block im Rahmen einer solchen Großveranstaltung, dass lässt für die kommenden Proteste hoffen.“
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Staat. Nation. Kapital. Scheiße.

Aufruf zum sozialrevolutionären und antinationalen Block auf der Krisen-Demo am 28.03. in Frankfurt/M

Die Wirtschaftskrise, an deren Beginn wir stehen, ist die schwerste Krise seit dem Crash der Weltwirtschaft in den 1930er Jahren. Damals war der Finanzkrach von 1929 erst das Vorbeben der großen Krise, mit ihren Millionen von Arbeitslosen und massenhafter Verelendung und dem „Konjunkturprogramm“ Aufrüstung und Krieg. Kommen wie damals die dicken Brocken in den nächsten ein bis zwei Jahren also erst noch auf uns zu?
(zum Aufruf)

2000 auf Demo für sozialen Fortschritt in FFM

Am Mittwoch, dem 14.01.2009, demonstrierten rund 2000 Menschen friedlich für sozialen Fortschritt und Emanzipation.
Kritisiert wurde neben dem immer weiter voranschreitenden Bildungs- und Sozialabbau auch Themen wie Repression, Antimilitarismus und staatlicher Rassismus.
Besonders der vordere Teil der Demo machte durch Transpis und Parolen deutlich, dass die Ursache dieser Probleme nicht in der amtierenden Landesregierung liegen, sondern im kapitalistischen System selbst.
Danke an dieser Stelle an alle, die unserem Aufruf zu einem antikapitalistischem Block gefolgt sind.
Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot vor Ort, welches die Demonstration im Spalier begleitete und durch ständiges Abfilmen die Teilnehmer_innen provozierte.

Nazi-Outing in Mühlheim und Offenbach

In der Nacht zum Donnerstag, den 16.10.2008, wurde der NPD- und HDJ-Aktivist Sven Ringmayer durch Plakate in der Umgebung seiner Arbeitsstelle geoutet. An Bushaltestellen, an denen Arbeitnehmer von MAN ROLAND aussteigen, sowie am Firmengebäude selbst, weisen ab nun große Plakate, die mit einem informativen Text über seine politische Laufbahn sowie mit einem Bild von ihm versehen sind, die Arbeitskollegen von Sven Ringmayer auf dessen Treiben hin. Der Text des Plakats:

Sven Ringmayer, tätig bei MAN ROLAND als BKP Projektleiter, ist seit Jahren aktiv in der neonazistischen Szene. Anfang der 90er Jahre zählten er und seine Frau Christine zur Führung der Frankfurter NPD. Des Weiteren hat Ringmayer beste Kontakte zu einigen Mitgliedern des NPD-Bundesvorstands.

Vor einigen Jahren zogen sie nach Alzenau, um von dort aus HDJ-Strukturen aufzubauen. HDJ steht für „Heimattreue Deutsche Jugend“, ein als „heimattreue Jugendbewegung“ deklarierter rechtsextremistischer Verein, der zum Beispiel Zeltlager, aber auch politische Schulungen veranstaltet. Inhaltlich weist die HDJ starke Parallelen zur Hitler-Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus auf. Laut Verfassungsschutz wird in der HDJ systematisch ein an der „Volksgemeinschaft“ orientiertes rechtsextremistisches Weltbild an Kinder und Jugendliche vermittelt.

Im Jahre 2005 wurde Anzeige gegen Sven Ringmayer erstattet – wegen des Zeigens von verbotenen Nazisymbolen. Der zuständige Richter betonte in der Urteilsverkündung: „Ein Bild von Adolf Hitler in Ihrer Küche bringt Ihre Gesinnung ganz gut zum Ausdruck.“ Des Weiteren trat Sven Ringmayer schon mehrmals gewalttätig in Erscheinung.

Es liegt auch an Ihnen, ob sich Nazis und Faschisten wie Sven Ringmayer in Ihrer Umgebung wohl fühlen, und somit ungestört agieren können. Keine Toleranz für Rassisten – ob privat oder im Beruf.

Nazis aus der Anonymität reißen!

Gottfried Burischek geoutet


In der Nacht vom 16.07.08 auf den 17.07.08 wurde in Rodgau – Weiskirchen der langjährig aktive Rechtsextremist Gottfried Burischek von einigen AntifaschistInnen geoutet. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft wurden einige hundert Flugblätter verteilt, die die Nachbarn auf das Treiben des Kommunalpolitikers für die Republikaner und die „Deutsche Partei“ aufmerksam machten.
Gottfried Burischek wurde unter Anderem wegen seiner Tätigkeit als kommissarischer Landesvorsitzender der „Deutschen Partei“ im Verfassungsschutzbericht 2003 namentlich erwähnt.