Archiv für Juli 2009

Antifa bezieht Stellung zu Vorwürfen // Walters Erklärung zum Geschehen als „inhaltlose Hetze“ bezeichnet

Pressemitteilung der antifa [ko] – 20.07.2009

Antifa bezieht Stellung zu Vorwürfen // Walters Erklärung zum Geschehen als „inhaltlose Hetze“ bezeichnet

Mehrere Tage nach dem Farbanschlag auf das Haus des Offenbacher Landrats, Peter Walter (CDU), meldet sich die antifa [ko] erneut zu Wort, um die Berichterstattung in den Medien, aber auch die jüngsten Aussagen des Landrats zum Geschehen, nicht unkommentiert zu lassen.
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Aktionen gegen die „AG Wohlfahrt“ gestartet // Farbanschlag auf Haus von Landrat!

Pressemitteilung der antifa [ko] – 16.07.2009

Aktionen gegen die „AG Wohlfahrt“ gestartet // Farbanschlag auf Haus von Landrat!

Mit mehreren Aktionen am vergangenen Mittwoch, den 15.07.2009, fiel der Startschuss für die Initiative gegen Abschiebungen und die „AG Wohlfahrt“.

Die „AG Wohlfahrt“ ist eine im Jahre 2006 gegründete Ermittlungsgruppe, in der Mitarbeiter der Ausländerbehörde des Kreises Offenbach in Zusammenarbeit mit der Polizei gegen im Kreis Offenbach lebende Migranten und Asylbewerber vorgehen. Sie selbst sehen sich erfolgreich im Kampf gegen „eine neue Form des Sozialleistungsbetruges“. 475 Personen sind von der „AG Wohlfahrt“ bereits abgeschoben worden oder aus Angst vor der Abschiebung selbst ausgereist.
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Am 1. August Nazis im Hinterland aufmischen!

Hier der Aufruf von der Antifa R4 Giessen, der autonomen antifa [f] und der Jugendantifa Frankfurt zum 1. August in Friedberg und Nidda.

Am 1. August Nazis im Hinterland aufmischen

Die hessische NPD plant am 1. August 2009, einen Doppelaufmarsch in Friedberg und Nidda durchzuführen. Als Anlass dienen die jeweiligen örtlichen Moscheen sowie die damit verbundene Angst vor „Überfremdung und Islamisierung“. Da der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt als Redner angekündigt ist, muss wohl mit etwas mehr als nur einigen Wetterauer Dorf-Nazis gerechnet werden. Die regionale Gegenmobilisierung besteht bisher ausschließlich aus bürgerlichen Zusammenhängen. Einige dieser Protagonisten haben zudem ein höchst zweifelhaftes Politikverständnis. Es gibt also aus autonomer linksradikaler Perspektive mehr als genug Gründe, selbst für den 1. August zu mobilisieren und an diesem Tag eigene Akzente zu setzen.

Doppelaufmärsche sind bei Nazis offensichtlich in Mode gekommen, und so versucht sich nun auch die hessische NPD mit zwei direkt aufeinander folgenden Aufmärschen an einem Tag in der Wetterau.
Der Anlass, der geplante Bau einer neuen Moschee in Nidda, sowie die Existenz der „Ayasofya-Moschee“ in Friedberg scheint dem Landesvorsitzenden der NPD, Jörg Krebs, zum Lieblingsthema geworden zu sein. So versteht er sich und seine hessische NPD als „Vorreiterin des Widerstandes“ gegen eine vermeintlich „planmäßig sich vollziehende Islamisierung“ Deutschlands. Mit der Hetze gegen „Überfremdung“ bezieht sich der Aufruf dabei auf ein Kernelement völkischen Denkens. Das konstruierte nationale Kollektiv wird als ursprünglich natürlich wahrgenommen, kulturell und vor allem biologisch gewachsen aus Jahrtausenden „gemeinsamer Geschichte“. Die Definition der Dazugehörigkeit verläuft hier entlang gerade als passend erscheinender Eigenschaften wie Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Kultur oder Religion.
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