Antifa bezieht Stellung zu Vorwürfen // Walters Erklärung zum Geschehen als „inhaltlose Hetze“ bezeichnet

Pressemitteilung der antifa [ko] – 20.07.2009

Antifa bezieht Stellung zu Vorwürfen // Walters Erklärung zum Geschehen als „inhaltlose Hetze“ bezeichnet

Mehrere Tage nach dem Farbanschlag auf das Haus des Offenbacher Landrats, Peter Walter (CDU), meldet sich die antifa [ko] erneut zu Wort, um die Berichterstattung in den Medien, aber auch die jüngsten Aussagen des Landrats zum Geschehen, nicht unkommentiert zu lassen.

Die Offenbach Post schrieb in ihrem Artikel „Farbbeutelattacke“ vom 17.07.09, dass sich die antifa [ko] in ihrer Pressemitteilung zu dem Anschlag bekannt habe. Außerdem bezeichnete sie im selben Artikel die Pressemitteilung der Gruppe als „Bekennerbrief“.

Der Sprecher der Initiative wies diese falschen Anschuldigungen zurück und erklärte:
Die Behauptung der Offenbach Post, dass sich die antifa [ko] zu dem ‚Anschlag’ bekannt habe, ist schlicht und ergreifend falsch und verweist auf sehr defizitäre journalistische Fähigkeiten der Offenbach Post Redaktion. In unserer Pressemitteilung wird lediglich erwähnt, dass Walters Haus offensichtlich von Unbekannten mit Farbbeuteln beworfen worden war.

Außerdem bezeichnete der Sprecher der Initiative die Stellungnahme Walters zum Geschehen, welche auf der Homepage des CDU Kreisverbands Offenbach erschien, als „inhaltlose Hetze, die nur dazu dient, unsere Initiative zu diskreditieren.

Er sagte zudem: „Es ist heuchlerisch, wenn Peter Walter im Interview mit ‚Guten Abend RTL Hessen’ den Angriff auf seine Privatsphäre verurteilt, seine ‚AG Wohlfahrt’ hingegen gleichzeitig im Zuge ihrer Ermittlungen unzählige ‚Tatverdächtige’ verfolgt, beschattet und ausspioniert und somit die Privatsphäre eben jener schamlos übergeht.

Auch das Gerede von ‚gewalttätigen Aktionen’ wirke vor dem Hintergrund der alltäglichen und strukturellen Gewalt der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, die ihren offenen Ausdruck in repressiven und rassistischen Maßnahmen wie Abschiebungen findet, inszeniert, erklärte der Sprecher weiter.

Abschließend wurden Walters Vergleiche und Anspielungen zwischen der antifa [ko] und der Roten Armee Fraktion (RAF) vom Sprecher der Initiative scharf verurteilt.

Er erklärte: „Walters Halluzinationen von einer ‚neuen Spirale der Gewalt’ und seine ständigen Vergleiche mit der Roten Armee Fraktion, sind nichts weiter als Hetze, hinter denen er sich verstecken kann, ohne auf die inhaltliche Kritik an Abschiebungen und der AG Wohlfahrt einzugehen. Herr Walter tut gerade so, als müsse er ständig damit rechnen, geknebelt im Kofferraum eines Autos aufzuwachen. Das sind sehr schwere Anschuldigungen gegen uns, die wir so nicht hinnehmen können.