Archiv für April 2010

30.04. Frankfurt & 01.05. Schweinfurt

Der diesjährige 01. Mai rückt näher.
Deshalb sei an dieser Stelle nochmal auf die sozialrevolutionäre „Anti-01.-Mai-Demo“ gegen Lohnarbeit und Kapitalismus hingewiesen, die am 30.04. um 19 Uhr an der Galluswarte in Frankfurt startet. Für die Demonstration hat das sozialrevolutionäre & antinationale Bündnis ein Konzept erarbeitet, um einen offenen, informativen Charakter der Demo zu gewährleisten und sich einer etwaigen Repression der Bullen entgegenzusetzen.
Außerdem gibt es bei Indymedia ein Interview mit einem Vertreter des Bündnisses.

Am 28. April findet um 20 Uhr im Klapperfeld eine letzte Info- und Mobiveranstaltung zur Demo statt.

Alle Infos zur Demo »»» krise.blogsport.de

Am nächsten Tag geht’s dann nach Schweinfurt – dort soll in diesem Jahr der zentrale Aufmarsch der süddeutschen Neonaziszene stattfinden. Dem gilt es sich entgegenzustellen: Am 01. Mai den Nazis das Handwerk legen!
Zugtreffpunkt für Frankfurt und Umgebung: 07:15 Uhr, Frankfurt Hauptbahnhof (Infopoint)

Und das Wochenende danach ab nach Wiesbaden!
07. Mai // Antifaschistische Vorabenddemo
08. Mai // Naziaufmarsch verhindern!
Unser Aufruf:
„Naziträume platzen lassen // Den kapitalistischen Alltag angreifen“

Bedingungslose Kapitulation statt Befreiung!

Aufruf zu den Aktionen gegen Nazis & Kapitalismus am 08. Mai in Wiesbaden

Naziträume platzen lassen // Den kapitalistischen Alltag angreifen

Scheiss »deutsche Zivilbevölkerung«

Am 08. Mai vor genau 65 Jahren wurde der Zweite Weltkrieg und die auf 1000 Jahre angedrohte nationalsozialistische Barbarei durch eine von den alliierten Streitkräften erzwungene bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht nach »nur« 12 Jahren beendet. Die Ereignisse gingen als »Tag der Befreiung« in die Geschichte ein. Diese Bezeichnung impliziert jedoch die Annahme, dass die »unschuldige deutsche Zivilbevölkerung« durch das NS-Regime unterdrückt wurde und verkennt deren entscheidende Rolle am »reibungslosen« Ablauf des systematischen Genozids an Millionen Jüdinnen und Juden, an als »asozial« und für die »Volksgemeinschaft« schädlich degradierten Menschen sowie an unzähligen politischen Gegner_innen und Widerstandskämpfer_innen. Zwar war der staatliche Unterdrückungsapparat zweifelsfrei gewaltig und äußerst machtvoll, aber weder die Führungsriege der NSDAP, noch deren Schlägertrupps der SA und SS oder der Wehrmacht hätten den Krieg und die Shoa in ihrer derartigen Form vollziehen können, wenn sich die »deutsche Zivilbevölkerung« offensiv gegen sie gestellt hätte. Dass beispielsweise die Luftangriffe auf deutsche Städte die dortigen Bewohner_innen nicht verunsicherte und eine Schwächung der Unterstützung für das nationalsozialistische Regime herbeiführte, sondern eher in einem Volkszorn gegen das von Goebbels proklamierte »Kriegsverbrechen« der »alliierten Terrorflieger« ausartete, macht den unüberwindbaren und durch die Ideologie der »Volksgemeinschaft« gefestigten Kitt zwischen Bürger und Nation deutlich. Statt Reflektion und der Einsicht, dass die Angriffe lediglich eine Konsequenz des expandierenden nationalsozialistischen Terrors waren, wurde eine Opferrolle der Deutschen konstatiert, die bis heute existiert und ihren offenen Ausdruck nicht nur in den NS-relativierenden Parolen der tausenden Neonazis findet, die jedes Jahr zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens aufmarschieren um einen »alliierten Bombenholocaust« zu beschwören und Rache anzukündigen, sondern auch im bürgerlichen Gedenken und der Schaffung eines »Mythos Dresden«. Es bleibt also festzuhalten: Die »deutsche Zivilbevölkerung« wurde nicht vom Nationalsozialismus befreit – durch die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands wurden allemal die »Feinde« der »Volksgemeinschaft« vor weiteren Greueltaten des rassistischen und antisemitischen Wahns der »deutschen Zivilbevölkerung« und der Führungsriege der NSDAP bewahrt. (mehr…)

19.04. | Veranstaltung über Nazis in Offenbach

Eine Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler zu Nazistrukturen in Offenbach und Umgebung

Seit Jahren gibt es in Offenbach feste Nazistrukturen. Ob Parteinazis in der NPD, in Kameradschaften organisierte Neonazis, oder rechtsradikale Fußballfans, z.b. bei den Offenbacher Kickers. Überall tauchen sie auf. Vor kurzem gab es hier wieder brutale Übergriffe von Nazis auf Andersdenkende. Nazis als solche zu erkennen ist oft nicht einfach. Auch ihre Aufkleber, die überall in Offenbach zu finden sind, sehen selten eindeutig aus. Die Veranstaltung soll ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Gemeinsam wollen wir Strategien gegen die Nazis entwickeln. Dazu laden wir euch ein.

19. April | 18:30 Uhr | »Cafete« HFG Offenbach, Schloßstraße 32

Wegbeschreibung: Von der S-Bahnstation Marktplatz, die Schloßstraße rein und nach dem „Torbogen“ links. Der Eingang ist am Parkplatz vor dem Isenburger Schloss.

Eine Veranstaltung der antifa [ko] und der autonomen antifa [f]
Unterstützt vom AStA der HFG Offenbach