Archiv der Kategorie 'Pressemitteilungen'

Offenbach: Erfolgreiche antifaschistische Demonstration gegen reaktionäre Bewegungen

Pressemitteilung

Offenbach: Erfolgreiche antifaschistische Demonstration gegen reaktionäre Bewegungen

Die antifa [ko] (Kreis Offenbach) und die autonome antifa [f] (Frankfurt) veranstalteten heute gemeinsam eine Demo mit rund 400 Teilnehmenden in Offenbach gegen reaktionäre Bewegungen. In mehreren Redebeiträgen und verteilten Flugblättern wurde ausführlich auf verschiedene reaktionäre Tendenzen eingegangen, die aktuell gesellschaftlichen Auftrieb haben. Deren Angeboten wird eine linke, emanzipatorische Perspektive auf Gesellschaft entgegengehalten.

Etwa 400 Personen demonstrierten am heutigen Samstag unter dem Motto „Gegen Nazis, Rechtspopulismus und Fundamentalismus – den antifaschistischen Widerstand organisieren – turn left!“ in Offenbach. Unter Parolen wie „Nazis gibt’s in jeder Stadt – bildet Banden, macht sie platt“ oder „In Kabul und in Teheran – nieder mit der Taliban“ zogen die Demonstrierenden vom Marktplatz über den Hauptbahnhof durch die Offenbacher Innenstadt.

Sahra Brechtel, Sprecherin der autonomen antifa [f], erklärte hierzu: „Trotz erheblicher Widersprüche existieren verschiedene reaktionäre Bewegungen nicht nur in Offenbach nahezu konfliktfrei nebeneinander. Die türkischen FaschistInnen der Grauen Wölfe, religiöse FundamentalistInnen, RechtspopulistInnen und klassische Nazis bieten Identitäts-Angebote vor allem für Jugendliche. In einem solchen gesellschaftlichen Klima des rechten Konsens finden linke, kritische Positionen kaum Platz. Als konsequente Antifaschist_innen nehmen wir die Gefahr der verschiedenen reaktionären Bewegungen ernst, und setzen ihren Ideologien eine emanzipatorische Perspektive auf Gesellschaft entgegen: Anstatt menschliche Geschichte in biologistischen und kulturalistischen Kategorien als festgelegt aufzufassen, unterstreichen wir die Machbarkeit von Geschichte durch gesellschaftliche Praxis. Mit der Demonstration in Offenbach haben wir ein starkes Zeichen gegen reaktionäre und anti-emanzipatorische Antworten auf ökonomische, soziale und politische Krisen gesetzt.“

Die heutige Demonstration hat auf die Koexistenz verschiedener reaktionärer Bewegungen in Offenbach aufmerksam gemacht. In verschiedenen Redebeiträgen wurden die unterschiedlichen reaktionären Bewegungen und ihre regionalen Tätigkeiten beschrieben. Anna Müller, Sprecherin der antifa [ko], fasst zusammen: „Der fortwährende Einfluss der Grauen Wölfe in kommunalen Parlamenten und ihre aktuellen Versuche, sich im AStA der Fachhochschule Frankfurt Geltung zu verschaffen, eine von gut 400 hauptsächlich Jugendlichen besuchte Veranstaltung des islamistischen Fundamentalisten Pierre Vogel auf dem Offenbacher Marktplatz und die Unmengen von Neonazi-Aufklebern im Offenbacher Stadtbild sind Ausdruck der jeweiligen gesellschaftlichen Relevanz ganz verschiedener reaktionärer Bewegungen. Solch reaktionäre und anti-emanzipatorische Positionen sind jedoch nicht nur ein Phänomen gesellschaftlicher Randgruppen. Die Popularität der kultur-rassistischen Ansichten von Thilo Sarrazin quer durch sämtliche soziale Schichten zeigt, dass reaktionäre Positionen auch in der so genannten „Mitte der Gesellschaft“ Konjunktur haben.“

Zu den Ursachen meint Müller: „Solange die sozialen Beziehungen zwischen Menschen über Tausch und Konkurrenz vermittelt bleiben, solange kapitalistische Verhältnisse unsere Gesellschaft prägen, solange wird es sozialen Ausschluss und den Kampf zwischen miteinander konkurrierenden Marktteilnehmern geben. Die strukturelle Krisenhaftigkeit kapitalistischer Verhältnisse wird immer wieder reaktionäre und menschenfeindliche Antworten hervorbringen, die im nationalen Kollektiv oder in der religiösen Gemeinschaft die Lösung der gesellschaftlichen Probleme versprechen. Antifaschistische Politik bleibt also notwendig, solange die Gesellschaft nicht grundlegend vernünftiger, also an den Bedürfnissen aller orientiert, eingerichtet wird. Dafür werden wir weiterhin kämpfen.“

Die Polizei hielt sich glücklicherweise während der gesamten Demonstration auffällig zurück, weshalb die Demo gegen 17:30 Uhr ohne Zwischenfälle am Marktplatz beendet werden konnte.

Der Aufruf und weitere Materialien zur Demo finden sich auf der Mobilisierungsseite: http://offenbach.blogsport.de

antifa [ko] und autonome antifa [f] am 22. Januar 2011

Kommuniqué: Islamistische Gruppen demonstrieren in Offenbach

Kommuniqué / Pressemitteilung

[30.10.2010]

Islamistische Gruppen demonstrieren in Offenbach // Antifa verurteilt reaktionäre Ideologien

Am Samstag, den 30. Oktober, fand auf dem Offenbacher Marktplatz eine Kundgebung der islamistischen Organisation „Einladung zum Paradies“ (EZP) statt, an der über 400 Menschen teilnahmen. Unter den Rednern befand sich auch Pierre Vogel, der wegen seiner positiven Äußerungen zu Steinigungen von Ehebrecherinnen, seinen verschwörungstheoretischen Ansichten zu den Anschlägen vom 11. September 2001 und seinen geschichtsrelativierenden Vergleichen zwischen der Situation der verfolgten Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus und antiislamischen Rassismus heutzutage bereits mehrfach in der Kritik stand. (mehr…)

Führungswechsel im Offenbacher Kreisausländerbeirat

Der bisherige Vorsitzende des Offenbacher Kreisausländerbeirates, Corrado Di Benedetto, wurde durch eine Wahl am 14.12.2009 durch Tuna Firat abgelöst. Ob sich die grundsätzliche Ausrichtung des Kreisausländerbeirates im Bezug auf die Positionierung zur „AG Wohlfahrt“ deshalb ändern wird, ist mehr fraglich. Wir haben dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.
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Theorie und Diskussion statt „Nahkampf und Agitation“

Pressemitteilung des B.A.S.H.

Theorie und Diskussion statt „Nahkampf und Agitation“ – Zur nachträglichen Diffamierung eines antifaschistischen Jugendcamps

Am 01.12.2009 erschien in der Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ ein Artikel über das von uns (Bündnis antifaschistischer Gruppen Hessen) organisierte Jugendantifa-Camp vom 19.08. bis zum 23.08.09 im Vogelsbergkreis/Hessen. Dieser erschien unter dem reißerischen Titel: „Nahkampf und linke Agitation im Zeltlager“ und wurde unter anderem von „Zeit-Online“ übernommen. Durch die Ausführungen des Autors werden Falschmeldungen gestreut und die Teilnehmer_innen und Veranstalter_innen somit diffamiert. Um dieser Kriminalisierung und Falschdarstellung entgegen zu treten wollen wir im Folgenden einige Anschuldigungen richtig stellen.
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Antifa besucht Sitzung des Offenbacher Kreisausländerbeirates // Vorsitzender entzieht sich der Verantwortung

Antifa besucht Sitzung des Offenbacher Kreisausländerbeirates // Vorsitzender entzieht sich der Verantwortung

Pressemitteilung der antifa [ko] – 16.11.2009

Am Montag, dem 16. November 2009, fand im Dietzenbacher Kreishaus die 30. Plenarsitzung des Offenbacher Kreisausländerbeirates statt. Neben den Ausländerbeiräten und Vertretern der Kreistagsfraktionen kamen dieses Mal auch rund 15 Antirassisten, die ihrer Forderung, die Ermittlungsgruppe „AG Wohlfahrt“ endlich abzuschaffen, nochmals Nachdruck verleihen wollten. Aufgerufen zu dieser Aktion hatte die antifa [ko] im Rahmen ihrer antirassistischen Initiative „smash the borders. Der AG Wohlfahrt das Handwerk legen!“. (mehr…)

Erfolgreiche Demo gegen Abschiebung in Offenbach // Über 150 Menschen beteiligen sich am antikapitalistischen Block

Erfolgreiche Demo gegen Abschiebung in Offenbach // Über 150 Menschen beteiligen sich am antikapitalistischen Block

Pressemitteilung der antifa [ko] – 19.09.2009

Am heutigen Samstag, den 19.09.2009, fand in Offenbach eine Demonstration gegen Abschiebung und die lokale Abschiebebehörde „AG Wohlfahrt“ statt.

Die „AG Wohlfahrt“ ist eine von Landrat Peter Walter initiierte Ermittlunsgruppe, die im Kreis Offenbach Jagd auf Migranten macht, um diesen „Sozialleistungsbetrug“ zu unterstellen und anschließend gegen deren Willen in ihre „Heimatländer“ abzuschieben.
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Demo gegen Abschiebung in Offenbach am 19.09.2009 // Linke Gruppen rufen zu antikapitalistischem Block auf

Demo gegen Abschiebung in Offenbach am 19.09.2009 // Linke Gruppen rufen zu antikapitalistischem Block auf

Pressemitteilung der antifa [ko] – 12.09.2009

Für kommenden Samstag, den 19.09.2009, mobilisiert ein so genanntes „Aktionsbündnis gegen Abschiebung und Wohlfahrt-Hetze“ zu einer antirassistischen Demonstration nach Offenbach. Unter dem Motto „Abschiebungen verhindern – der AG Wohlfahrt entgegentreten!“ soll eine grundsätzliche Kritik an der Ermittlunsgruppe „AG Wohlfahrt“ formuliert werden, die sich nicht auf einige von Abschiebung bedrohte Familien beschränkt.

Die „AG Wohlfahrt“ ist eine von Landrat Peter Walter initiierte Ermittlunsgruppe, die im Kreis Offenbach Jagd auf Migranten macht, um diesen „Sozialleisuntsbetrug“ zu unterstellen und anschließend gegen deren Willen in ihre „Heimatländer“ abzuschieben.

Die antifa [ko] ruft – unterstützt von rund 20 weiteren außerparlamentarischen Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet, aber auch weit darüber hinaus – zur Beteiligung an einem antikapitalistischen Block in der Demo auf, um auf diese Weise eigenen, linken und antikapitalistischen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Sprecherin der antifa [ko], Anna Müller, erklärte: „Wir finden es zwar schön, dass sich ein breites Bündnis gebildet hat, welches Abschiebungen und die Arbeit der ‚AG Wohlfahrt’ verurteilt und mit einer Demonstration auf das menschenverachtende Treiben dieser Ermittlunsgruppe aufmerksam machen will. Uns fehlt hierbei jedoch die Betrachtung und Benennung der eigentlichen Ursache für Abschiebungen: Der Kapitalismus.

Abschiebungen seien laut Anna Müller lediglich eine logische Konsequenz kapitalistischer Verwertung. Deshalb müsse die Kritik an Abschiebungen unweigerlich zur Kritik am bestehenden Ganzen führen, ergänzte die Sprecherin abschließend.

Die Demonstration startet um 13 Uhr am Offenbacher Marktplatz und soll von dort aus vorbei am Abschiebegefängnis zum 2. Polizeirevier auf der Berliner Straße führen.

http://agwohlfahrt.blogsport.de

Antifa bezieht Stellung zu Vorwürfen // Walters Erklärung zum Geschehen als „inhaltlose Hetze“ bezeichnet

Pressemitteilung der antifa [ko] – 20.07.2009

Antifa bezieht Stellung zu Vorwürfen // Walters Erklärung zum Geschehen als „inhaltlose Hetze“ bezeichnet

Mehrere Tage nach dem Farbanschlag auf das Haus des Offenbacher Landrats, Peter Walter (CDU), meldet sich die antifa [ko] erneut zu Wort, um die Berichterstattung in den Medien, aber auch die jüngsten Aussagen des Landrats zum Geschehen, nicht unkommentiert zu lassen.
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Aktionen gegen die „AG Wohlfahrt“ gestartet // Farbanschlag auf Haus von Landrat!

Pressemitteilung der antifa [ko] – 16.07.2009

Aktionen gegen die „AG Wohlfahrt“ gestartet // Farbanschlag auf Haus von Landrat!

Mit mehreren Aktionen am vergangenen Mittwoch, den 15.07.2009, fiel der Startschuss für die Initiative gegen Abschiebungen und die „AG Wohlfahrt“.

Die „AG Wohlfahrt“ ist eine im Jahre 2006 gegründete Ermittlungsgruppe, in der Mitarbeiter der Ausländerbehörde des Kreises Offenbach in Zusammenarbeit mit der Polizei gegen im Kreis Offenbach lebende Migranten und Asylbewerber vorgehen. Sie selbst sehen sich erfolgreich im Kampf gegen „eine neue Form des Sozialleistungsbetruges“. 475 Personen sind von der „AG Wohlfahrt“ bereits abgeschoben worden oder aus Angst vor der Abschiebung selbst ausgereist.
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Fast 2.000 Teilnehmer im antinationalen und sozialrevolutionären Block/ Rede von Oskar Lafontaine massiv gestört

Presseerklärung des antinationalen und sozialrevolutionären Blocks auf der Krisendemo am 28. März

Ungefähr 2.000 Menschen nahmen heute am sozialrevolutionären und antinationalen Block teil. Dieser führte ab der Bockenheimer Warte den Zug der Großdemonstration in Frankfurt „Wir zahlen nicht für eure Krise“, zu der zahlreiche Gewerkschaften, Verbände und Parteien mobilisiert hatten, an.

„Die hohe Teilnehmenerzahl des sozialrevolutionären und antinationalen Blocks zeigt, dass immer mehr Menschen, radikalere und konsequentere Lösungen für die aktuelle Weltwirtschaftskrise unterstützen. Wir merken, dass immer mehr Leute, unserem Aufruf ‚alles muss man selber machen‘ Folge leisten und sich nicht mehr nur mit staatstreuen Parolen zufrieden geben“, so Hertha Barwich, Sprecherin der Freien ArbeiterInnen Union (FAU). „Es war seit vielen Jahren der größte sozialrevolutionäre Block im Rahmen einer solchen Großveranstaltung, dass lässt für die kommenden Proteste hoffen.“
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