Antifa kündigt Protest gegen NPD-Hessenkongress an // Vermieter zur Kündigung der Räumlichkeiten aufgefordert

Pressemitteilung der antifa [ko] – 21.02.2010

Am Samstag, den 27.02.2010, will die hessische NPD ihren so genannten „Hessenkongress“ im Raum Offenbach durchführen. Der genaue Ort wird derzeit noch geheim gehalten, lediglich ein „Schleusungspunkt“ für die Veranstaltungsteilnehmer in Offenbach wurde bekannt gegeben.

Die antifa [ko] kündigte an, diesem „Versuch der Neonazis, in Offenbach und Umgebung Fuß zu fassen und ihre menschenverachtende Politik zu propagieren“, entschlossen entgegenzutreten und die Veranstaltung verhindern zu wollen.

Die Sprecherin der Gruppe, Anna Müller, erklärte dazu: „Es ist unerträglich, wenn Nazis und Faschisten versuchen, Veranstaltungen durchzuführen um vom Podium aus den Holocaust zu leugnen und die Greueltaten des Nationalsozialismus zu relativieren. Wir werden diese rechtsextreme Veranstaltung nicht ungestört über die Bühne gehen lassen und den Neonazis so begegnen, wie sie es verdient haben.“

Gleichzeitig verwies Anna Müller darauf, dass die erfolgreiche und problemlose Durchführung von Naziveranstaltung auch größtenteils davon abhängig sei, ob den Nazis Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bzw. vermietet würden. Sie forderte den Verantwortlichen auf, der NPD unverzüglich die angemieteten Räumlichkeiten zu kündigen um nicht weiterhin als helfende Hand der Neonazis zu fungieren.

Anna Müller ergänzte: „Auch wenn der derzeitige Veranstaltungsort noch geheimgehalten wird: Wir werden, sofern wir den Kongress nicht verhindern können, zumindest aber herausfinden, wo sich die Nazis getroffen haben. Wir wollen an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass Leute, die Nazis Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und ihnen damit ein Forum geben für ihre rassistische, antisemitische und geschichtsrevisionistische Politik, mit Konsequenzen zu rechnen haben.“

Der Protest gegen die Naziveranstaltung beginnt um 16 Uhr an der Sprendlinger Landstraße 43 in Offenbach.

antifa [ko]